Informelles:

Leitung:

Reinhart Schulz

Tel. 2672

28 Mitglieder

gegründet 1908

Aus dem Posaunenchor

 

Der Sommer liegt vor uns, der lange Winter hinter uns. Der Winter hatte für den Posaunenchor wie gewohnt ein volles Programm mit Adventsmusiken, Senioren-nachmittagen, Besuch im Altenheim und auf Weihnachtsmärkten. Manche Bläser-einsätze sind dabei schon  besonders bemerkenswert.

Nach etlichen Jahren gab es am 12.12.2009 auf unserem Marktplatz mal wieder einen liebevoll gestalteten und  -im besten Sinne- bescheidenen Weihnachtsmarkt. Die Idee fand allgemein Wohlgefallen, auch höheren Ortes! Denn gerade, als der Posaunenchor seine Weihnachtslieder erklingen ließ, lachte der Himmel vor Freude dicke und dichte Tränen. Kalt und nass! Die Bläser sind ja manches gewöhnt, den Instrumenten ist das egal bei „Celsius plus“, nur die Notenhefte nehmen die Nässe übel. Sofort anschließend  wechselten wir zum Lochtumer Weihnachtsmarkt, wo es erst einmal etwas Wärmendes gab, dann kam die Musik.

Zu Weihnachten gab es zusätzlich zu den bekannten und wieder gut besuchten Christfeiern in der Kirche auf dem Berg einen weiteren  Weihnachtsgottesdienst. Die Klosterleitung in Wöltingerode bot ihren Hotelgästen und der Vienenburger Gemeinde eine Christvesper  um 17.00 Uhr in der Klosterkirche an und hatte den Posaunenchor um Mithilfe gebeten. Beziehungsreich zum Meditieren  in verschiedenen Richtungen hatte Pastor Bahrke ein echtes Schaffell über das Lesepult gehängt. Etwa 120 Menschen wärmten sich in der ungeheizten Kirche gegenseitig. Die fünf Bläser aus unserem Chor, diesmal jeder ein Solist auf seiner Stimme, saßen ziemlich frei im Hohen Chor. Klimatisch war für sie das Musizieren  auch eine Warmhaltemaßnahme, ebenso eine sportliche Leistung: 24 Verse in 48 Minuten! Ein nachfolgender warmer Punsch im Kreuzgang brachte wieder alles in geregelte Bahnen.

 


Weit unfreundlicher waren die Wetterverhältnisse  am 27. Januar 2010. Exakt vor 20 Jahren hatte unser Posaunenchor  zusammen mit Bläsern aus Stapelburg die offizielle Öffnung des Eisernen Vorhangs zwischen Lochtum und Abbenrode musikalisch begleitet. In diesem Jahr wurde eine Gedenkfeier abgehalten, wobei auch ein riesiges Schild zum Gedenken enthüllt werden sollte.  Hoher Besuch aus Magdeburg war erschienen. Dazu sollte der Posaunenchor in Erinnerung an die provisorische  gemeinsame Hymne aus der Vorwendezeit die „Ode an die Freude“  (Schiller/Beethoven) spielen, zur Enthüllung der Tafel die gültige Hymne „Einigkeit...“ und abschließend mit Blick auf Europa die Eurovisionsmelodie. Eigentlich gut machbar! Die Feuerwehr hatte eine hervorragende Beleuchtung geschaffen! Aber es herrschte ein eisiger Schneesturm, kein Notenständer blieb stehen. Schon ohne Hefte darauf wehte der Wind  alles um. Posaunenzüge und Trompetenventile froren ein und konnten nur mit viel Mühe und Bewegung  wieder spielbar gemacht werden. Wir kamen uns  auf dem offenen weiten Feld vor wie in Sibirien! Auch das Programm der Reden wurde gekürzt. Wir konnten notdürftig die Nationalhymne intonieren, der Wind blies auch viele Töne über die Ecker. Aus e i -n e r  Trompete erscholl nach kurzem Festakt die Eurovisionsmelodie, denn das war gerade noch auswendig möglich. Dann wollten alle Teilnehmer nur noch nach Lochtum ins DGH und den Schnee aus dem Bart krümeln.

 

Am 21. Februar fühlten wir uns wieder weit behaglicher. Unsere Kirche war geheizt, normal, angenehm warm. Hier gestalteten wir mit Frau Pfn. Hinzpeter und Herrn Eilert (Orgel)  einen Gottesdienst mit viel Bläsermusik  in verschiedener Art: alt und sehr neu, ein- und doppelchörig, mit hohem und tiefem Chor abgesetzt, mit Oberstimmen und Kanon.  E i n  Schwerpunkt dabei war die Vorstellung  von sogenannten „Jungbläsern“, die entweder musikalisch noch ganz am Anfang stehen oder auch schon ein höheres Lebensalter erreicht haben, der Schule längst entwachsen  sind und schon einige Stücke im großen Chor mitspielen können. Dazu hatten sich insgesamt 26 Bläserinnen und Bläser im Chorraum versammelt, inklusive 8 „Jungbläser“,  von denen 5 schon das eine und andere Stück mitspielten. Inzwischen  beteiligten sich schon wieder einige Jugendliche  an einem  Lehrgang auf dem „Hessenkopf“.

 

Der Landesposaunentag, das größte Bläserfest in unserer Braunschweigischen Landeskirche,- alle 2 bis 3 Jahr-  wird am 5. Juni in Bad Harzburg und am 6. Juni in Wöltingerode stattfinden. Lassen Sie sich einladen zur Serenade am Samstagnachmittag im Badepark in Bad Harzburg und besonders zum Gottesdienst auf dem grünen Rasen  hinter dem Klosterhotel und zum abschließenden Festkonzert ebenfalls dort. Bläser aus unserem Chor wirken mit im großen Chor, einige beim „Jungen Blech“, beim „Spontanchor“ der Älteren und im Auswahlchor. Bereits jetzt ist im Kreuzgang des Klosters eine Ausstellung zu sehen zu Arbeit und Struktur des Posaunenwerkes und zum Werdegang des Materials „Vom Erz zum Blechblasinstrument“. Die verschiedensten Instrumente, Exponate und Bilder sind ausgestellt zur Besichtigung bei freiem Eintritt. Vielleicht gewinnen wieder weitere junge und erwachsene Menschen Lust am Mitspielen im Posaunenchor! Sprechen Sie uns Bläser einfach an, informieren Sie sich und probieren Sie das Blasen an einem Instrument! Wir freuen uns auf Sie/ auf Euch!

 

Reinhart Schulz

 

Am 24. August 2008 konnte unserer Posaunenchor sein hundertjähriges Bestehen feiern. (siehe Bericht)